Wieso, Weshalb, Warum

Alle Hintergründe zum Ausbau des Quellenwegs.


Im Mai 2020 wurde zunächst im Verkehrsausschuss darüber beraten und anschließend im Rat der Stadt beschlossen, dass eine Planung für den fahrradgerechten Ausbau des Quellenweges erfolgen soll. Daraufhin wurde ein Ingenieurbüro mit der Planung von zwei verschiedenen Varianten für einen möglichen fahrradgerechten Ausbau beauftragt. Dazu wurde zunächst die derzeitige Situation im Quellenweg analysiert.

Der Quellenweg ist eine Straße im westlichen Teil der Stadt Oldenburg und liegt innerhalb einer Tempo 30-Zone. Er befindet sich in der Nähe der Universität und stellt somit eine Verbindung zwischen den beiden Universitätsstandorten Wechloy und Haarentor dar. Außerdem besitzt der Quellenweg eine Verbindungsfunktion von der Universität in Richtung Stadtzentrum. Im Quellenweg gibt es derzeit keine deutliche Einteilung der Straße für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer. Rad- und Autoverkehr werden im Mischverkehr auf der Straße geführt. Parkende Autos stehen ungeordnet am Fahrbahnrand. Für den Fußgängerverkehr gibt es einen schmalen Gehwegbereich auf gleicher Höhe mit der Fahrbahn, der lediglich durch Leitpfosten von der Fahrbahn abgetrennt ist. Durch die derzeitige Verkehrsführung kommt es zu Konflikten zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern. Dies stellt besonders für den Fußgängerverkehr und auch für den Radverkehr ein Sicherheitsrisiko dar.

Zur Situationskarte (PDF) 

In Vorbereitung für die Planungen wurden einige Verkehrsdaten erfasst. Es wurden die Unfälle, das Verkehrsaufkommen und die Parksituation analysiert. Durch die derzeitige Verkehrsführung kommt es zu Konflikten zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern. Dies stellt besonders für den Fußgängerverkehr und auch für den Radverkehr ein Sicherheitsrisiko dar. Die Unfallanalyse zeigt, dass sich die meisten Unfälle im Bereich der Kreuzungen ereigneten. Die Verkehrszählungen zeigen, dass der Anteil der Radfahrenden, nahezu gleich dem Anteil der Autofahrenden ist. Im Zusammenhang mit dem steigenden Bewusstsein für Klimaschutz und Mobilitätswende ist in Zukunft ein erhöhtes Radverkehrsaufkommen zu erwarten.

Zur Karte Verkehrsdaten (PDF)

Das Planungsbüro hat zwei verschiedene Varianten für einen möglichen fahrradgerechten Ausbau des Quellenweges entworfen. Dabei handelt es sich einmal um eine sogenannte „vollständige Variante“. Diese beinhaltet eine Vielzahl von baulichen und auch begleitenden Maßnahmen, um den Quellenweg fahrradgerecht zu gestalten. Sie geht von einem kompletten Ausbau des Quellenweges aus. Die Fahrbahnbreite beträgt in dieser Variante (außer im Abschnitt Hartenscher Damm bis Kleestraße) 5,0 m. Im Bereich vom Hartenschen Damm bis zur Kleestraße wird für den Autoverkehr eine Einbahnstraße in Richtung Hartenscher Damm vorgesehen, da dort aufgrund der Eichen keine Erweiterung der Fahrbahnbreite möglich ist. Der Radverkehr fährt gemeinsam mit dem Autoverkehr auf der Fahrbahn. Ein grüner Mittelstreifen entlang des gesamten Quellenweges und immer wiederkehrende Fahrradpiktogramme sollen die Autofahrenden aber darauf aufmerksam machen, dass der Radverkehr hier eine besondere Rolle spielt. Auch die Kreuzungsbereiche sind farblich markiert, um das Aufmerksamkeitsniveau zu erhöhen. An der Kreuzung mit dem Uhlhornsweg wird eine komplette Verkehrsampelanlage mit extra Aufstellflächen für den Radverkehr eingerichtet. Außerdem ist die Verkehrsampelanlage mit Regensensoren ausgestattet, die bei Regen, dem Radverkehr eine längere Grünphase ermöglichen. An den Kreuzungen mit der Kleestraße und dem Haarenfeld erhält der Quellenweg Vorrang. Dies wird anhand der Markierung und durch bauliche Maßnahmen (Aufpflasterung, wie zum Beispiel auch an der Fahrradstraße Haarenufer) verdeutlicht. Außerdem werden alle Kreuzungen mit Bikescouts ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine LED-Beleuchtung in der Fahrbahndecke an allen Fahrradübergängen. Sie sollen die Autofahrenden auf mögliche Radfahrende aufmerksam machen. Im Bereich Hartenscher Damm bis Kleestraße wird der Fußverkehr durch einen Grünstreifen mit Baumreihe von der Fahrbahn abgetrennt auf einem befestigten Gehweg auf der Südseite geführt. Der Fußverkehr wird von der Kleestraße bis zur Bloherfelder Straße auf der Nordseite auf einem baulich angelegten erhöhten und dadurch deutlich von der Fahrbahn abgegrenzten Gehweg geführt. Am Ende des Quellenwegs an der Bloherfelder Straße werden zwei Mittelinseln als Querungshilfen für die Bloherfelder Straße eingerichtet, sodass zu Fuß und mit dem Rad ein leichteres Überqueren der Bloherfelder Straße ermöglicht wird. Für die parkenden Autos sind geordnete Parkplätze im Verlauf des Quellenwegs außerhalb der Fahrbahn in Form von Parkbuchten vorgesehen. Entlang des gesamten Quellenwegs werden sind blumenreiche Randstreifen geplant. Außerdem gibt es einen Rastplatz mit Ladesäulen, WLAN-Anschluss einer Trinkwasserzapfstelle und Smart-Mülleimern, sowie Smartflowers (Solarpanel-Blume) zum Laden von Handy oder Elektrofahrrad. Es ist eine intelligente/dynamische Beleuchtung entlang des gesamten Quellenwegs vorgesehen.

Zum Poster der vollständigen Variante

Die zweite Variante ist die sogenannte „Vorzugsvariante“ oder auch „Standardvariante“. Diese Variante zeigt, wie mit weniger Maßnahmen eine fahrradgerechte Umgestaltung des Quellenweges erfolgen kann. Die Fahrbahnbreiten orientieren sich hier am Bestand. Der Autoverkehr und der Radverkehr fahren gemeinsam auf der Fahrbahn. Mit vereinzelten wiederkehrenden Fahrradpiktogrammen auf der Fahrbahn werden die Autofahrer auf die besondere Rolle des Radverkehrs hingewiesen. An der Kreuzung mit dem Uhlhornsweg wird eine komplette Verkehrsampelanlage mit extra Aufstellflächen für den Radverkehr eingerichtet. An den Kreuzungen mit der Kleestraße und dem Haarenfeld erhält der Quellenweg Vorrang. Dies wird anhand der Markierung und durch bauliche Maßnahmen, aber in einem geringeren Umfang als in der vollständigen Variante, verdeutlicht. Im Bereich Hartenscher Damm bis Kleestraße wird der Fußverkehr durch einen Grünstreifen mit Baumreihe von der Fahrbahn abgetrennt auf einem unbefestigten Gehweg auf der Südseite geführt. Der Fußverkehr wird von der Kleestraße bis zur Bloherfelder Straße auf der Nordseite auf einem baulich angelegten erhöhten und dadurch deutlich von der Fahrbahn abgegrenzten Gehweg geführt. Am Ende des Quellenwegs an der Bloherfelder Straße werden zwei Mittelinseln als Querungshilfen für die Bloherfelder Straße eingerichtet, sodass zu Fuß und mit dem Rad ein leichteres Überqueren der Bloherfelder Straße ermöglicht wird. Für die parkenden Autos sind geordnete Parkplätze im Verlauf des Quellenwegs außerhalb der Fahrbahn in Form von Parkstreifen vorgesehen. Der Quellenweg erhält eine LED-Beleuchtung, um gezielt die Fahrbahn anzustrahlen. Außerdem sind Informationstafeln an mehreren Standorten vorgesehen. Darauf befindet ist neben der Entfernung auch die Fahrzeit zu relevanten Zielen, wie zum Beispiel dem Bahnhof oder dem Stadtzentrum angegeben.

 

Zum Poster der Standardvariante