Mobilitätsplan Oldenburg 2030

Ergebnisse „Umfrage Fahrradstraßen“

Rund 280 Oldenburgerinnen und Oldenburger haben sich an der Umfrage beteiligt und sowohl die Straßen benannt, die ihnen als zukünftige neue Fahrradstraßen wichtig wären, als auch die aus ihrer Sicht wichtigsten Vorteile von Fahrradstraßen.

Mit Abstand am häufigsten wurde die Straße „Damm“ als neue Fahrradstraße gewünscht (25 Einzelnennungen), gefolgt von dem Quellenweg und der Ehnernstraße (jeweils 13 Nennungen) sowie der Auguststraße mit 11 Nennungen. In die TOP 10 schafften es zudem der Hochheider Weg, der Mittelweg, der Schützenweg, die Ziegelhofstraße, die Nadorster Straße und die Alexanderstraße.

Die Beantwortung der Frage „Welche Vorteile bietet eine Fahrradstraße?“ ergab, dass die Vorfahrt gegenüber den einmündenden Straßen die höchste Bedeutung aufweist (77 Nennungen). Fast ebenso wichtig ist die Stärkung des Radverkehrs auf der Fahrbahn verbunden mit der Vermeidung der Nutzung der Gehwege durch den Radverkehr (71 Nennungen). Eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wurde von 51 Teilnehmenden als Vorteil gesehen. Dass nur ausdrücklich zugelassener Kfz-Verkehr Fahrradstraßen nutzen darf, fanden 46 Teilnehmende wichtig und für 35 Teilnehmende war das erlaubte Nebeneinanderfahren der Radfahrenden bedeutend.

 

Ergebnisse „Umfrage Oldenburg bewegt sich! Und du?“

393 Oldenburgerinnen und Oldenburger beteiligten sich an der Umfrage beteiligt und Fragen über den Stellenwert der Mobilität, ihr eigenes Mobilitätsverhalten beantwortet. Zudem benannten die Bürgerinnen und Bürger ihre Erwartungen an zukünftige klimafreundliche Mobilität in Oldenburg.

Die Befragten kommen aus ganz Oldenburg und bewegen sich im Alltag überwiegend mit dem Fahrrad (357 Nennungen) aber auch zu Fuß (157 Nennungen) und mit dem Auto (121 Nennungen) durch die Stadt. Dabei ist es den Befragten besonders wichtig, klimafreundlich und sicher unterwegs zu sein (236 und 196 Nennungen. Drei Viertel der Befragten gibt an mit der eigenen Mobilität bereits auf einem guten Weg zur Klimaneutralität oder 99% klimaneutral zu sein.

Ihre Vision von der Zukunft der Mobilität konnten die Befragten im Anschluss frei beschreiben: Die Oldenburgerinnen und Oldenburger wollen auch in 10 Jahren primäre mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem ÖPNV unterwegs sein. Nur wenige Befragten benannten als Idealvorstellung, auch 2032 noch mit den privaten PKW zu nutzen. Um klimafreundlicher in Oldenburg unterwegs sein zu können fordern die Teilnehmenden eine verbesserte Infrastruktur für den Radverkehr und den ÖPNV, verbunden mit einer Reduktion des Autoverkehrs, gerade in der Innenstadt. Beispielhaft benannt werden: „Mehr, bessere, gepflegtere und breitere Radwege“, eine „ Sinnvollere Taktung des ÖPNV“ und „Höhere Parkgebühren“.

 

Ergebnisse „Mobilitätsbefragung zum Teilkonzept Mobilitätsstationen“

An der Befragung zu diesem Teilkonzept nahmen im Juli 2022 803 Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen teil. Auch nach Haushaltsgröße und -einkommen bilden die Teilnehmenden die Stadt Oldenburg gut ab.

Die Befragten beschrieben, welchen Zugang Sie zu verschiedenen Mobilitätsarten haben und welche Rolle unter anderem PKW, Fahrrad und der ÖPNV und Fußverkehr in ihrem Alltag spielen. 44% der Befragten gaben an mehrmals in der Woche mit dem Erstwagen unterwegs zu sein. Dem Gegenüber bewegen sich 87% im Alltag mit dem Fahrrad fort, 73% sind zu Fuß unterwegs. 13%, beziehungsweise 8% gaben an mit Bus und Bahn regelmäßig unterwegs zu sein.

In der Auswertung wurde nach Zentraler Lage, Mittlerer Lage und Randlage unterschieden. Auffällig: Die Bedeutung des Fahrrads und des Bahnverkehrs ist für die Teilnehmenden in Randlage deutlich geringer als für den Rest der Oldenburgerinnen und Oldenburger. Auch zu Fuß sind Bewohner*innen hier seltener unterwegs. Zugleich nimmt die Bedeutung des Erst-, und Zweitwagens immer weiter zu, wen der Wohnort sich vom Zentrum entfernt.

Auf die Frage „Wie aufwändig ist es für Sie, Ihr Fahrrad für eine Fahrt im Alltag zu nutzen?“ antworteten fast 140 Teilnehmende aus Zentraler Lage „ganz schnell und unkompliziert“. In Randlage waren es nur noch an die 60.

Sharing-Angebote nutzen die Befragten im Alltag seltener. 6% sind im Alltag mit dem E-Scooter unterwegs, für 2% sind Leihfahrrad und für 1% ist CarSharing schon Teil des Alltags und werden mehrmals die Woche genutzt. Deutlich mehr Oldenburger nutzen diese Angebote einmal die Woche oder seltener. (E-Scooter: 31%, Leihfahrrad: 15% und Car-Sharing 43%)